Kommentar 

Griechenland wird von der EU nicht unterstützt, sondern zerstört

EU-Krisenpolitik

Falter & Meinung | Kurt Bayer | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Das griechische Parlament hat also ein weiteres, 13 Milliarden Euro schweres Sparprogramm beschlossen. Auch das Budget 2013 ist unter Dach und Fach, daher sollte der Auszahlung einer Tranche in der Höhe von 31 Milliarden des über 100 Milliarden Euro schweren Hilfspakets durch die Troika EU-Kommission, IWF und EZB nichts mehr im Wege stehen. Also alles paletti?

Mitnichten. Es ist eine humanitäre, politische und ökonomische Katastrophe, wie die internationalen Finanzinstitutionen mit dem Problem Griechenland umgegangen sind.

Dringend nötige Hilfe haben sie zu lange verzögert. Die daran gekoppelten Bedingungen mit ihrer Hauptstoßrichtung Budgetkonsolidierung haben die Wirtschaft zerstört. Nicht einmal die selbstgesteckten Ziele (Reduzierung der Schuldenquote) wurden erreicht - im Gegenteil. Griechenlands Wirtschaftsleistung ist heuer um fast ein Viertel geringer als 2009; die Arbeitslosigkeit erreicht 25 Prozent, jeder zweite Jugendliche ist ohne Job. Trotz Sparkurs steigt die Staatsschuld


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