Schlaraffenland Österreich

Politik | Relativierung: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Innerhalb Europas gilt Österreich als Vorzeigeland. Seine Einwohner werden hingegen immer politikverdrossener. Warum eigentlich?

In der Großküche im ZOBAeck wendet Enda Kenny bunte Paprika in einer Pfanne, statt einer Schürze trägt er Nadelstreif. Im Jänner wird er die EU-Präsidentschaft übernehmen, jetzt hält der irische Premierminister eine Küchenspachtel in der Hand und kümmert sich ums Gemüse, das ihm ein Lehrling in die Pfanne geschüttet hat. Der Lehrling wird im ZOBAeck im dritten Wiener Gemeindebezirk zum Koch ausgebildet. Auch Kenny ist hierhergekommen, um etwas zu lernen.

Die Krise hat Irland schwer getroffen. Noch vor fünf Jahren lag die Jugendarbeitslosigkeit auf der Insel bei neun Prozent, mittlerweile ist sie auf 34,5 Prozent hochgeschnellt. Enda Kenny sagt, es gebe in seinem Land viele unterschiedliche Maßnahmen, um den jungen Iren zu helfen, aber keine greife. Deshalb hat ihn sein österreichischer Amtskollege Werner Faymann ins ZOBAeck gebracht, in dem Jugendliche,


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