Warum Frauen so selten korrupt sind

Politik | Analyse: Florian Klenk | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Bestechung ist männlich, sagen die Grünen. Spricht das wirklich schon für die Ehre der Frauen?

Wie kann man Korruption in Österreich bekämpfen? Der Grüne Peter Pilz legte mit seinem Team diese Woche ein beachtenswertes, 674 Seiten starkes Dossier mit Reformwünschen vor. Nun soll ein Antikorruptions-Volksbegehren folgen. Parteichefin Eva Glawischnig fügte den Forderungen einen Wunsch hinzu: mehr Frauen! Die seien weniger korrupt als Männer.

Ist das so? Ein Blick in die Kriminalstatistik scheint das Bild zu belegen. Männer werden neunmal häufiger angezeigt als Frauen, selbst wenn beide Geschlechter "unzurechnungsfähig“ handeln, also unter dem Einfluss einer Geisteskrankheit, die den freien Willen trübt.

Die Grünen verweisen auch darauf, dass jene Länder besonders sauber seien, in denen viele Frauen in öffentlichen Ämtern säßen. So soll es auch in Österreich einen Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil im Parlament und dem Ranking im Korruptions-Index von Transparency International


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