Das "Jüdische Leben“ als Shootingstar bei den Kultusgemeinde-Wahlen

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Die Wahlen in der Israelitischen Kultusgemeinde vergangenes Wochenende haben die politischen Verhältnisse in der Vertretung der Wiener Jüdinnen und Juden ziemlich durcheinandergewirbelt. Dem designierten IKG-Präsidenten und Nachfolger von Ariel Muzicant, Oskar Deutsch, droht nun ein Konkurrent um das Präsidentenamt: Der Psychotherapeut und Coach Martin Engelberg, der vor zwölf Jahren seine Tätigkeit in der IKG einstellte und einer der schärfsten Kritiker des früheren Präsidenten Muzicant war, stellt seine Kandidatur in Aussicht.

Engelberg hat mit seiner neugegründeten Liste Chaj - Jüdisches Leben auf Anhieb drei Mandate gewonnen, während Atid von Deutsch von acht auf sieben Mandate rutschte. Zumindest theoretisch könnte die Liste Chaj im Bündnis mit anderen Gruppierungen den Präsidenten stellen.

Sollte dies klappen, wäre das neue First Couple des Wiener Judentums ein äußerst prominentes Paar: Der 52-Jährige ist mit der früheren "Zeit im Bild“-Moderatorin Danielle Spera verheiratet, die seit 2010 Direktorin des Jüdischen Museums Wien ist. Gemeinsam gründete das Paar auch die jüdische Zeitung Nu, deren Ziel es ist, modernes jüdisches Leben öffentlich zu machen.


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