Wie gedruckt

Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Mit dem Artikel "Das große Krabbeln“ hat sich Profil vergangene Woche wohl in die Herzen hunderttausender verzweifelter Eltern von Volksschul- und Kindergartenkindern gespielt. Da gab es sogar das "kleine Anti-Laus-Programm in fünf Punkten“ samt dem Hinweis, dass penibles Desinfizieren des Haushaltes nicht nötig ist, denn: "Eine Laus, die den menschlichen Körper verlässt, ist todgeweiht.“

Die Minimonster, erfährt man in dem Artikel, krabbelten schon auf den alten Ägyptern herum, die Weibchen wandern nach dem Läusesex gerne "zum Luftschnappen“ an die menschlichen Haarenden. Dass der "Pediculus humanus capitis“ sich über Mützentausch in Klassenzimmern epidemisch verbreite, sei aber eine Legende. Also Bildungsjournalismus der feinsten Sorte. Am Ende schafft es Profil sogar, die lästigen Dinger sympathisch wirken zu lassen. Auch wenn einen schon beim Lesen des Artikels der Kopf juckt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige