Professor Hans Scheirl: "In der Früh hat man einen Ständer“

Feuilleton, FALTER 46/12 vom 14.11.2012

 Hans Scheirl ist Professor für kontextuelle Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Der als Frau geborene Künstler aus Salzburg schuf mit "Dandy Dust“ (1992-98) einen Meilenstein des neuen queeren Kinos. Scheirl ist maßgeblich an dem "Queer“-Projekt beteiligt, das derzeit an der Akademie über die Bühne geht.

Falter: Alter?

Hans Scheirl: 56.

Geschlecht?

Scheirl: Transgender.

Beruf?

Scheirl: Künstler und Professor.

Professor, nicht Professorin?

Scheirl: Ich habe beschlossen, ich bin ein Er, auch wenn ich nicht umoperiert bin und ein "F“ im Pass stehen habe. Das heißt aber nicht, dass ich mich als Mann definiere. Im Unterschied zu Transsexuellen bin ich als Transgender keiner, der von A nach B geht.

Im Pass steht aber female.

Scheirl: Ja, aber ich habe meinen Namen ändern können von Angela auf Ashley Hans Scheirl.

Gibt es manchmal Verwechslungsprobleme?

Scheirl: Manche Leute sind irritiert, wissen nicht, ob sie "er“ oder "sie“ sagen sollen. Wenn ich in die Frauen-Sauna

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