Das No-Go-Girl: Jakob Lena Knebl ist Wiens Queen der Queer-Performance

Feuilleton | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

 Bühne frei für die Queer-Performance. Jakob Lena Knebl betritt mit einer riesigen Transe und einem hübschen jungen Mann die Vernissagen-Arena. Vier Performances stünden zur Auswahl, sagt die in Anzug und Krawatte gekleidete Moderatorin.

Das Publikum möge entscheiden, ob dem jungen Mann "die Eier angemalt“ werden sollen, ob man sich gegenseitig Artikel aus dem Baumarkt im Wert von 150 Euro in die Hintern steckt, ein Lied singt oder einen "Bitchfight“ macht.

Es kommt zum Catchen, Perücken und Kleider werden heruntergerissen, am Ende ist das Trio halbnackt, und der Transe werden die Eier mit goldener Körperfarbe bemalt. "Jetzt reicht’s!“, beendet die Knebl diese Aktion ohne Würde und Dramaturgie. Die Ausstellung "Rosa Arbeit auf goldener Straße“ im Kunstraum xhibit ist hiermit eröffnet.

Wo von "queerer Performance“, "Anus“ und "Dildo“ die Rede ist, kann die 42-jährige Wiener Künstlerin Jakob Lena Knebl nicht weit sein. Sie lässt Assistenten "Einführungen“ in


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