Der Gefrierfischmann vertraut auf Gott

Feuilleton | Lobgesang: Klaus Nüchtern | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Die Welt hatte ihn schon vergessen, da spielte Bill Fay das berührendste Album des Jahres ein

Bill who?“, werden sich viele gefragt haben, als das Album "Life Is People“ auf diversen Kontinenten erste hymnische Besprechungen erhielt. So etwas kommt schon vor, bloß dass Bill Fay kein Jungspund ist, der bislang in einer wenig beachteten Garagenband gespielt oder nerdige akustische Bastelarbeiten besorgt hätte, sondern ein verstrubbelter, fusselbärtiger älterer Herr, der definitiv nicht wie ein Popstar aussieht, sondern eher so, als würde er ständig seine Plüschpuschen verlegen.

Anfang der 1970er-Jahre war Bill Fay schon einmal vom Lichtkegel der öffentlichen Aufmerksamkeit gestreift worden, aber seine beiden Studioalben "Bill Fay“ (1970) und "Time of the Last Persecution“ (1971) waren kommerzielle Flops, und das Decca-Sublabel Deram, auf dem unter anderen David Bowies erstes Album erschienen war, ließ Fay fallen.

Glücklicherweise fanden sich Fays Alben in der Plattensammlung


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