Einsamkeit macht Sehnsucht

Feuilleton | Porträt: Michael Pekler | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Comeback nach zwölf Jahren: Die Filme von Florian Flicker sind zwischen Provinz und Weltraum angesiedelt

Eines der letzten wichtigen Bücher über das österreichische Kino erschien im Jahr 1995. Es hieß "Gegenschuss“ und porträtierte seinem Untertitel entsprechend "16 Regisseure aus Österreich“, mit denen die damalige Filmkritik in einen Dialog zu treten versuchte. Einer der jüngsten in dem Band vorgestellten Filmemacher war Florian Flicker.

Nach mehreren Super-8-Filmen hatte der Autodidakt soeben seinen ersten Langfilm "Halbe Welt“ fertiggestellt, einen mit Minibudget in Wien gedrehten Science-Fiction-Film, in dem die tödliche Kraft der Sonne die Menschen zu einem Leben in der Nacht zwingt. Der Film endet mit einer Flucht in eine ebenso tödliche Zukunft: Ein Auto wird mittels Schweißbrenner zum Cabrio umfunktioniert, der schützende Helm weggeworfen und der Traum von der Freiheit bis zum buchstäblich letzten Moment gelebt. Auf die Interviewfrage, ob es für ihn persönlich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige