GRAZ WAHL 2012

"Dieses Pädagogisch-Diktatorische“

Steiermark | Interview: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) erklärt das Aus von Schwarz-Grün, schließt die FPÖ als Partnerin nicht aus und sagt, das Land habe die Befragung zur Umweltzone gefordert. Franz Voves widerspricht

Die absolute Mehrheit will ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl diesmal erreichen. Umfragen geben ihm maximal 39 Prozent. Doch Nagl will mobilisieren, gerade weil kein Duell die Wähler an die Urnen treibt. Den anderen Parteien werden höchstens 20 Prozent prophezeit, mehrere rittern um Platz zwei.

Die schwarz-grüne Koalition war von Anfang an ein explosives Gemisch, die Aufkündigung des Pakts durch Nagl Ende Mai kam dennoch überraschend. Es war nicht sein einziger Meinungsumschwung: Im Pakt war etwa ein Bettelverbot für tabu erklärt worden, Nagl brachte das Thema aber doch wieder aufs Tapet. Auch die mit den Grünen akkordierte Umweltzone machte er dann doch von der Meinung der Grazer abhängig: Erst führte er eine reine ÖVP-Umfrage durch, deren Ergebnis er für bindend erklärte;


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