Bereichern statt Ruhigstellen: Das Internationale Kinderfilmfestival beweist, dass es auch anders geht


Sabina Zeithammer
Lexikon | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Kitschig und mit zuckersüßem Happy End - von wegen! Der Kinderfilm kann auch anders, wie das Internationale Kinderfilmfestival beweist, das auch heuer anspruchsvolle Werke auf die Wiener Kinoleinwände bringt. In seiner 24. Auflage werden insgesamt 16 Real- und Animationsfilme aus zwölf Ländern gezeigt, die bereichern, aufrütteln und für Gesprächsstoff sorgen, statt ihr junges Publikum mit reiner Unterhaltung ruhigzustellen.

Die versammelten Werke behandeln gewichtige Themen, die Kinder beschäftigen oder persönlich betreffen: die zeitweise oder endgültige Abwesenheit eines Elternteils, die Entwicklung der eigenen Meinung und Identität, erste Liebe, Freundschaft, Krankheit und Tod. Auch die Fantasie kommt nicht zu kurz, beispielsweise im fröhlich-nostalgischen Eröffnungsfilm "Bennie Stout“ von Johan Nijenhuis.

Neben Werken aus Nordeuropa, die das Festival dominieren, sind Filme aus Russland, China und Südamerika zu sehen. Aus Ecuador stammt der wunderbar atmosphärische und

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