Tipps

Literaturmesse Buch Wien: die Stadt als Lesebühne

Lexikon | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Es gibt Frankfurt, es gibt Leipzig - und es gibt Wien. Seit 2008 findet auch hier eine jährliche Buchmesse statt. Und auch wenn sie sich in puncto Budget und Größe, Branchenrummel und Publikumszuspruch nicht mit den beiden Großveranstaltungen messen kann, hat sich die Buch Wien insgesamt gut etabliert, nicht zuletzt, weil sie zwischen Belletristik heimischer wie internationaler Autoren (mit einem Schwerpunkt auf Ost- und Südosteuropa), Sach- und Kochbüchern, Kinderbuchlesungen und diversen Workshops einen Überblick über die Buchneuheiten ermöglicht.

Die Buch Wien besteht aus zwei Teilen: der eigentlichen Messe, die am Donnerstag beginnt und bis Sonntag läuft, und der Buch Wien Lesefestwoche. Bei Letzterer handelt es sich um eine Reihe von Lesungen, Buchpräsentationen und Buchgesprächen, die in Literaturhäusern und Buchhandlungen bereits ab Montag stattfindet, um auf die Messe hinzuweisen. Mitunter treten Autoren, die für die Buch Wien in die Stadt kommen, ergänzend bei der Lesefestwoche auf, teilweise machen die Veranstaltungsorte auch einfach normales Programm.

Zu den Stars der Buch Wien 12 zählen der syrisch-deutsche Autor Rafik Schami, dessen Roman "Eine Hand voller Sterne“ das diesjährige Gratisbuch der Stadt Wien ist, der Schweizer Bestsellerautor Martin Suter, der ausgeschlafene deutsche Erzähler Tilman Rammstedt sowie die heimischen Publikumslieblinge Daniel Glattauer und Alfred Komarek. Hazel Rosenstrauch bekommt den Staatspreis für Kulturpublizistik verliehen, Brigitte Hamann den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels in Denken und Handeln. Die Eröffnungsrede der Lesefestwoche hält der Soziologe Richard Sennett, jene der Buch Wien der Autor und Antibabypillenerfinder Carl Djerassi. SF

Lesefestwoche: in ganz Wien, ab Mo

Buch Wien: Messe Wien, Halle D, Do ab 9.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige