Kleinanzeiger

"Ich bin der Feuerhüter“

Menschen hinter Inseraten

Lexikon | Stefan Kluger | aus FALTER 46/12 vom 14.11.2012

Das Schwitzhüttenritual: Muss ich erst sterben, um zu leben?

Hannes Langer hatte Angst. Schon nach wenigen Minuten verließ er deshalb die Schwitzhütte; erst Monate danach war es ihm wieder möglich, an einem gesamten Schwitzhüttenritual teilzunehmen. Von Anfang an sei ihm klar gewesen, dass dies seine Herausforderung ist. "Ich verstand nun, was es heißt zu sterben“, sagt Langer. Das war vor 14 Jahren; mittlerweile leitet er selbst solche Rituale. Denn jene Erfahrung habe sein Leben nachhaltig verändert, ihn die Schönheit des Lebens erkennen lassen.

Die Schwitzhütte (Sweat Lodge, Inipi) ist vermutlich eines der ältesten Rituale der Welt: "Rund 50.000 Jahre alt, wenn man den Ältesten der Indigenen glaubt“, sagt Langer. In den hiesigen Breitengraden wurde es vor allem als Ritual der nordamerikanischen Ureinwohner bekannt, etwa der Lakota Sioux. Allerdings würde die Praktik seit jeher weltweit angewandt. Körper, Geist und Seele werden in der Schwitzhütte gereinigt, sagt der Naturheiler.


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