Kommentar Kulturnation

Ein echtes Kunststück: Das Finanzministerium soll ein Museum werden


Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Die Zahlen zählen. Unlängst begrüßte die Österreichische Galerie Belvedere Besucher Nummer eine Million. Ein Blockbuster über Gustav Klimt beschert dem Museum 2012 einen Besucherrekord.

Das kaufmännische Geschick von Belvedere-Direktorin Agnes Husslein mag ein Grund dafür gewesen sein, dass Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) sich mit einem besonderen Anliegen an sie wandte. Husslein möge sich doch ein museales Konzept für das Winterpalais Prinz Eugens überlegen.

Der Palast in der Himmelpfortgasse wird seit 2007 generalsaniert, Fekter sitzt mit ihrer Beamtenschaft derweilen in einem Bürogebäude in der Hinteren Zollamtsstraße. Zu Recht, wenn auch reichlich spät, stellt sie die Rückkehr in die alten Gemäuer zur Debatte. Die Räume sind für einen Bürobetrieb nicht geeignet. In keiner anderen Stadt sitzen in den Architekturdenkmälern Beamte.

Es handelt sich dabei um eine auf die Erste Republik zurückgehende Entweihung. Feudale Repräsentation sollte bürokratischer Funktion

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