Kolumne  Außenpolitik

Gaza-Krise: Jetzt spürt Israel die Folgen des Arabischen Frühlings

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Gaza ist das beste Beispiel dafür, dass militärische Mittel den Widerspruch zwischen Israelis und Palästinensern nicht lösen können. Vier Jahre nach der massiven israelischen Intervention Ende 2008 stehen sich die gleichen Fronten wie damals erneut gegenüber. In der Zwischenzeit freilich hat sich das Umfeld radikal verändert. Die aktuelle Krise ist unberechenbarer. Und gefährlicher.

Heute ist Israel umgeben von Staaten, die durch revolutionäre Umwälzungen erschüttert werden. In Syrien tobt ein Bürgerkrieg mit offenem Ausgang, der auch den Libanon erfasst hat. In Jordanien, wo die Palästinenser die Mehrheit der Bevölkerung stellen, bedrohen Massenproteste gegen Preiserhöhungen die Monarchie. Sie hatte Israel bisher ein stabiles Hinterland garantiert.

Die Sinai-Halbinsel ist zum Spielplatz von Dschihadisten verschiedener Provenienz geworden. Die ägyptische Armee ist außerstande, Angriffe über die Grenze hinweg zu verhindern, und nur beschränkt willig, die von Israel erzwungene


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