Weltreise auf Staatskosten?

Politik | Analyse: Ingrid Brodnig | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Streitfall Bildungskarenz: Warum die Regierung plötzlich schärfer gegen Missbrauch vorgeht

Die Bildungskarenz war bisher eine Art Hängematte für Arbeitnehmer. Waren sie erschöpft, ihres Jobs überdrüssig oder sehnten sie sich nach mehr Bildung, dann bezahlte ihnen der Staat eine Auszeit von zwei bis zwölf Monaten. Die Angestellten sollten in dieser Zeit zwar einer Ausbildung nachgehen - doch wie fleißig jemand studierte, wurde nicht kontrolliert. Bei Universitäts- und FH-Studien reichte es sogar, dem AMS die Inskriptionsbestätigung vorzuweisen. Ob man dann auf Weltreise fuhr oder im Hörsaal saß, schien egal. Alle bekamen Karenzgeld.

Das wird sich ändern. Die Regierung plant eine Verschärfung. Wer sich an der Uni oder der FH inskribiert, muss nach sechs Monaten einen Leistungsnachweis erbringen. Gefordert werden acht Semesterwochenstunden pro Jahr, ähnlich wie bei der Familienbeihilfe. Die Regelung soll den Missbrauch verhindern, was zu einer grundsätzlichen Frage führt: War


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