Löffeln gegen den Hunger der Armen: die "Suppe mit Sinn“

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Was ist eine Win-win-win-Situation? Eine Situation, in der drei verschiedene Seiten voneinander profitieren. Wie das geht, zeigt die Hilfsorganisation Wiener Tafel Tag für Tag: Handels- und Industriebetriebe spenden Lebensmittel, die für den Verkauf zu alt, aber noch immer einwandfrei genießbar sind. Die Wiener Tafel holt sie ab und bringt sie Menschen, die Not leiden. Dadurch gewinnen drei Seiten: die Menschen, die durch die Spenden ihren Hunger stillen, die Betriebe, die sich die Entsorgungskosten der Lebensmittel sparen, und die Umwelt, die nicht belastet wird, weil schließlich nichts entsorgt werden muss.

Bis zu drei Tonnen Lebensmittel verteilt die Wiener Tafel täglich. Die Transportkosten dafür werden durch Spenden gedeckt; momentan mitunter auf kulinarische Weise. Seit November helfen mehr als 100 Wiener Wirte der Organisation mit der Winterhilfsaktion "Suppe mit Sinn“. Jeder Gastronom sucht sich dabei eine Suppe auf seiner Speisekarte aus und deklariert sie als "Suppe mit Sinn“. Pro verkaufter Portion fließt ein Euro an die Wiener Tafel. Noch bis Ende Dezember können Wirtshausgäste für den guten Zweck löffeln. Welche Wiener Wirte sich an der Aktion beteiligen, steht auf www.suppemitsinn.at. F


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