Run, Buster, Run!

Feuilleton | Essay: Klaus Nüchtern | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Wie kein Zweiter hat Buster Keaton athletischen Körpereinsatz mit Eleganz verbunden. Eine große Retrospektive würdigt das Werk des Stummfilm-komikers

Ein junger Mann von 21 Jahren kommt im März 1917 in New York an. Erstmals ist er ohne seine Eltern unterwegs, und diese hinter sich zu lassen ist auch der Zweck der Reise. Der Mann, der die hohe Kunst des Stürzens von Kindesbeinen an gelernt und perfektioniert hat, will endlich auf eigenen Füßen stehen. Ein Engagement des Vaudeville-Artisten in einer Revue ist bereits vereinbart, da erhält Joseph Frank Keaton die Chance, seine artistischen Fähigkeiten vor der Kamera auszuprobieren. Nach nur einem Drehtag ist alles klar: Keaton schmeißt seinen Bühnenjob hin und beginnt eine der erstaunlichsten Karrieren der Filmgeschichte: Innerhalb eines Jahrzehnts liefert er ein Werk ab, dessen Modernität, Präzision und Intelligenz bis heute zu überraschen vermögen.

The Making of Buster

An Mythen der Berufung und frühen Vorherbestimmung ist Keatons


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