Nirgends schmeckt es so gut wie bei Muttern

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

In "Deadfall“ beweist Stefan Ruzowitzky Action-Kompetenz, wird vom Drehbuch aber allein im Schnee stehengelassen

Schnee macht fotogen. Er erlaubt, mitten im Erzählen vom Close-up in eine Totale zu springen, ohne mühselige Zwischenschnitte, weil selbst die feinste Blutspur mit freiem Auge weithin sichtbar bleibt.

Stefan Ruzowitzky, kein Freund unnötiger Subtilität, kommt in "Deadfall“ (deutscher Verleihtitel: "Cold Blood“ - und, damit’s keine Missverständnisse gibt: "Kein Ausweg. Keine Gnade“) sofort zur Sache. Etwas klatscht blutig gegen die Windschutzscheibe, ein Wagen überschlägt sich mehrmals, der Fahrer ist auf der Stelle tot. Die unversehrten Mitfahrer, zwei Geschwister auf der Flucht, raffen ihre Beute aus einem Casino-Überfall zusammen und setzen - zu Fuß, jeder für sich - ihren Weg zur kanadischen Grenze fort.

Es ist ein Beginn, der Tempo verspricht und ein eiskaltes Genrevergnügen mit gewitzten Seitenhieben auf "typisch“ amerikanische Beflissenheit. "Sir, ich


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