Das Märchen von der Krone des Moctezuma

Feuilleton | Bericht: Matthias Dusini | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Das Museum für Völkerkunde präsentiert sein fragilstes Stück, den mexikanischen Federkopfschmuck. Eine vergebene Chance

Die Federn des Quetzalvogels leuchten in irisierenden Farben, Panzerglas schützt den Schmuck. Das Museum für Völkerkunde präsentiert sein bekanntestes Objekt in einer Art Grabkammer. Der Glaskobel verfügt über eine eigene Antivibrationstechnologie - wer weiß, wann das nächste Erdbeben kommt.

Der 1596 als "mörischer Huet“ zum ersten Mal in einer Inventarliste der Habsburger erwähnte Kopfschmuck ist nach mehrjähriger Restaurierung wieder öffentlich zugänglich. Das Wiener Museum kooperierte dabei mit dem Instituto Nacional de Antropologia e Historia in Mexiko, was als diplomatischer Akt gewertet werden kann. Jahrzehntelang forderten mexikanische Aktivisten die Rückgabe der Krone des Aztekenherrschers Moctezuma II.

Der grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl forderte noch vor drei Jahren, die Republik Österreich möge das auch "Penacho“ genannte Schmuckstück


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige