Neue Platten  Kurz besprochen: ein poppiger Shakespeare und die derzeit wohl aufregendste Klassikpianistin

Feuilleton | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Pop 

Mick Flannery: Red to Blue Männer haben’s auch nicht leicht. Um diese Einsicht zu verbreiten, wurde das Singer/Songwriting erfunden. Der Ire Mick Flannery reiht sich tapfer ein ins traurige Heer der Frauenversteher, die verstanden werden wollen ("I tried, baby, I tried - don’t forget“), findet aus dem elegischen Selbstmitleid aber zum Glück auch hin und wieder heraus. Bombastisch ("Red to Blue“) und rockistisch aufgebrezelt ("Get the Gold“), am besten aber, wenn er - wie auf dem Opener "Gone Forever“ - als zweitbester John Fogerty der Welt durchgeht. (EMI) KN

Live: 24.11., Porgy & Bess (Blue Bird Festival)

Brian Eno: Lux "Ich höre, Lux‘ gerade in einem alten Fachwerkhaus in Bodelschwingh, während in der Küche meine Martins-Gans vor sich hin brutschelt“, teilt uns der Kundenrezensent "song_x“ im Internet mit. Und warum auch nicht? Mit "Lux“ hat Brian Eno nach längerer Zeit wieder ein waschechtes Ambient-Album aufgenommen, das an Arbeiten aus den 1970er-Jahren

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