Ohren auf  Sammelkritik: junger Jazz aus Österreich

Mir scheint, mein Truthahn brennt!

Feuilleton | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Um die internationale Karriere der Saxofonistin Viola Falb muss man sich wohl keine Sorgen machen. Die gebürtige Niederösterreicherin hat vor drei Jahren Wien verlassen und ist in der weiten Welt allem Anschein nach gut angekommen. Mit ihrem 2004 gegründeten Quartett Falb Fiction hat sie nun das programmatisch betitelte Album "Around the World“ (Session Work) eingespielt, dessen musikalische Stationen von der Steiermark bis Spitzbergen führen.

Statt in vordergründigem Lokalkolorit zu schwelgen, tragen Falb und ihre Jungs dafür Sorge, dass die Kompositionen selbst zu Reisen werden. Auch wenn man sich wie auf dem Opener in the middle of the road wähnt, gewinnt "Song for Nis“ im Laufe des Stücks an epischer Breite; und "Bangkok Nights“ entwickelt nach zerklüfteten, ruppigen Improvisationen einen zielgerichteten Groove. Dabei marschiert die Band, die zweimal sehr effektvoll vom Trompeter Martin Eberle ergänzt wird, nicht immer im Gleichschritt, sondern erzeugt durch unterschiedliche


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