Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (91)

Stadtleben | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Frau G. lebt in einem hellhörigen Haus. Sie fragt, wie sie adäquat auf störende Sexgeräusche aus Nachbarwohnungen reagieren soll.

Werte Frau G., sollten Sie die störenden Geräusche abseits der vorgeschriebenen Nachtruhe (zwischen 22 und sechs Uhr) vernehmen, steht Ihnen Justitia nicht zur Seite. Weiters ist nicht anzunehmen, dass das Getöse beim nachbarlichen Sex die Schmerzgrenze von 130 Dezibel übersteigt, die Geräusche also im unzumutbaren Bereich liegen. Was zur Annahme führt, dass Sie sich vom Wissen um die Quelle gestört fühlen. Deshalb folgende Vorschläge zur Güte: Sie übertönen die Akteure selbst mit massiv übertriebenem Lustgeschrei. Meist wird dieser Hinweis richtig gedeutet und der Akt fortan leiser ausgeübt - zumindest vorübergehend. Die noch bessere Variante: Gönnen Sie sich selbst hemmungslosen Sex - ob mit oder ohne Partner/Partnerin! F

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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