Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Jägerzeile: Koscher, Rotlicht, Uniqa

Stadtleben | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Es ist ein seltsames Grätzel. Einerseits, weil durch Donaustraße und Praterstraße ja schon recht scharf abgezirkelt, andererseits aber, weil sich die ursprüngliche Ansiedlung höfischer Jäger entlang der damaligen Jägerzeile (heute Praterstraße) in ihrer Struktur überhaupt nicht verändert hat: ein Siedlungsblock mit vielen Höfen ohne Gassen.

Vom hier einst selbstverständlichen jüdischen Alltag ist jedenfalls kaum mehr etwas geblieben: Das koschere Lebensmittelgeschäft von Rafael Malkov öffnet nur gegen Voranmeldung, man bekommt dort dann Schnitten, Konserven, Mehl, Tee, Öl und Kosmetik aus dem Toten Meer; koscheres Gebäck leider nicht mehr, die Bäckerei ums Eck in der Tempelgasse ist nur mehr Lager.

Bundesländer wird nicht Uniqa

Ebenfalls nicht so ganz wirklich im Jägerzeilen-Block, aber nur knapp daneben, ist das Gasthaus zum Bundesländer. Auf die Frage, wie es denn zu diesem Namen käme, erklärt Frau Anna Maciura, dass die früher hier


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