Das Auberginen-Achterl


Lokalkritik: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Marktachterl, die vierte: Das Szenebeisl erfindet sich schon wieder neu

Beisl-Chroniken sind nicht jedermanns Sache und neigen durchaus dazu, das werte Publikum ein wenig zu langweilen. Ich weiß.

Ein kurzer, historischer Abriss darf beim Marktachterl aber einfach nicht fehlen, wir wollen ihm den Arbeitstitel "König Karmeliters Glück und Ende“ geben: 2008 übernahm Kathi Groh das sogenannte Marktachterl, ein Lokal, das in den 1960er-Jahren aus drei benachbarten Marktstandeln zusammengeschustert worden war, und seither als formidable Tranklerhütte funktionierte (Phase 1).

Im Jahr darauf baute sie um, machte aus der Beisl-Favela ein schickes Lokal mit großen Fenstern, echter Küche, Extrazimmern und mächtiger Bar, die bald der Fokus der gerade aufkeimenden Karmeliter-Hipness werden sollte. Josef Hohensinn, ehemaliger Gerer-Sous, kochte tolle Küche (Phase 2).

Als sie 2010 das Angebot eines investitionsfreudigen Logistikunternehmers bekam, das Ding zu verkaufen, machte sie das. Der erweiterte

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