Theater  Premiere

Nichts ist unmöglich: Kleist als Indianer

Lexikon | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Eine Gruppe krebskranker Kinder bringt ein Weihnachtsspiel zur Aufführung. Zwei körperbehinderte Schwule wünschen sich ein Kind. Ein Vater erzählt vom Unfalltod seiner Tochter. Ein Showmaster bittet seine Gäste um Wortspenden, die dann ins Weltall versendet werden. Und Heinrich von Kleist hält - in Indianersprache ohne Übertitel - den Schlussmonolog. Gut möglich, dass "Einige Nachrichten an das All“ das irrste Theaterstück dieser Saison ist. Nicht umsonst hat Autor Wolfram Lotz, 31, eine Rede geschrieben, in der er das "unmögliche Theater“ fordert. Sein Stück ist unmöglich, aber gerade das macht es spannend - und oft auch ziemlich komisch. Die österreichische Erstaufführung inszeniert der hochgelobte junge Regisseur Antú Romero Nunes. WK

Akademietheater, Fr (Premiere), Sa, Do 19.30


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