Kabarett  Kritiken

Pisseckers neues Solo: unergiebige Enthüllung

Lexikon | Peter Blau | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Ex-Hektiker Wolfgang "Fifi“ Pissecker hat sich für sein zweites Kabarettsolo, "Supernackt“, viel angetan, um die Figur eines gealterten Strippers in der Midlifecrisis optisch und darstellerisch einwandfrei und glaubwürdig zu verkörpern. Nur wozu? Dieser Prolo-Macho mit dem tiefen Schmäh und dem Herz am rechten Fleck hat außer Klischees inhaltlich nur wenig Enthüllenswertes zu bieten. Von einem, der sich auszog, um das Thema Sexualobjekt mal umgekehrt zu behandeln? Kaum deutet sich eine originelle Wende an, rudert Pissecker rasch wieder ins sichere Seichte zurück. Und gerät er gegen Ende ins Grübeln über sein geschwänztes Leben, wünscht man sich fast schon in die erste Hälfte zurück. Da gab’s zumindest noch schlechte Scherze und Stripeinlagen, die vielen im Publikum befreit-entrüstetes Gejohle entlockten.

Stadttheater Walfischgasse, Fr 20.00


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