Kabarett  Kritiken

Ein dünner Abend mit dickem Ende

Lexikon | Valerie Kattenfeld | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Jürgen Vogl zeichnet in seinem Programm "Warum habe ich alles und nicht mehr?“ das Bild einer modernen i-Generation, der die Natur zu langweilig geworden ist, weil die Sonne auch nicht mehr ist als eine acht Minuten alte Bildinformation. Die größtenteils ganz unterhaltsamen Inhalte werden dabei leider in monotoner Rhetorik wiedergegeben, szenische Einstiege sind rar, und die Einleitung der Pause durch den Anruf des Chefs wirkt uninspiriert. Am Ende scheint Vogl das Defizit an Dynamik wettmachen zu wollen, indem er sich auf einem Staubsauger-Steckenpferd ins Chips-Massaker schwingt - und das Ganze mit einer moralischen Botschaft garniert: "Nein, Chef, heute nehme ich mir Zeit für die Familie.“ Na ja.

Schmähstadl Wien, So 19.30


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