Musik  Tipp Lokal/Global

Äthiopischer Jazzmeister erlebt zweiten Frühling

Lexikon | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Ich war 16, als sie mich nach Wales schickten, damit ich Ingenieurswesen studiere“, erinnert sich Mulatu Astatke. "Wäre ich zu Hause in Äthiopien geblieben, wäre ich bei dem technischen Beruf geblieben. So aber habe ich eine Trompete in die Hand genommen.“ Der äthiopische Musiker gilt in Jazz- und Groovekreisen mindestens als Halbgott. Musikalisch war er ein Veränderer, er brachte US-Jazz mit äthiopischer Musik zusammen. Anders als Fela Kuti, mit dem er studierte, war er jedoch kein Revoluzzer. Als in Äthiopien in den 1970ern eine Militärdiktatur ausgerufen wurde, blieb er zu Hause, was seiner Karriere stoppte. 30 Jahre später wurde er durch den Soundtrack zu Jim Jarmuschs "Broken Flowers“ wieder bekannt. Seither tourt der 69-Jährige erneut durch die Weltgeschichte. SF

Porgy & Bess, Mi 20.30


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