Kleinanzeigerin  Menschen hinter Inseraten

Jetzt ohne Malör!

Lexikon | Stefan Kluger | aus FALTER 47/12 vom 21.11.2012

Eine Ex-Performancekünstlerin widmet sich nun der Lebens- und Sozialberatung

Irgendwann hatte sie genug vom Theater. Ultrakonservativ und oberflächlich geht es dort zu, sagt Michaela Satzke. "Das hat mich müde gemacht.“ Und hungrig, weil Förderungen ausblieben. Eine Verbindung zu den Menschen aufzubauen, ihr Tiefe zu verleihen, sei ihr schon immer ein besonderes Anliegen gewesen. Und das geht als Lebens- und Sozialberaterin viel besser als an den konventionellen Theaterhäusern dieser Stadt, findet Satzke. Das direkte Einbeziehen der Zuschauer bei Auftritten hätte ihr sehr gefehlt; stattdessen sei bloßes Konsumieren angesagt: "Das ist wie ins Puff gehen, weder Herz noch Seele einbringen. Und dann wunderst dich, wennst leer hinausgehst.“

Alles ist Liebe, sagt Frau Satzke: Theater, Beratung, ein gutes Gespräch; lediglich der "Verbindungskanal“ müsse offen sein. Für manche ist sie immer noch die Miki Malör - der Künstlername aus ihrer Zeit beim clownesken Theaters. Das ist lange


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