Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Chefredakteurs

Dead Men Talking. Zeitungskrise und Medienförderung

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Als am Montag dieser Woche auch noch Angela Merkel die Bedeutung der gedruckten Presse für die Demokratie unterstrich, war es klar: Der Frack saust, die Windel nässt. Katastrophe ist angesagt. Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo schrieb, man könne nun alles andere brauchen als Katastrophenjournalismus. Ein herziges Hündchen, das die Zeitung apportierte (Whose Master’s Voice?), illustrierte seinen Leitartikel, ein gedruckter, wenngleich eingefrorener Pfeifton in jenem Wald, der fortan nicht mehr gefällt zu werden braucht.

Die Anlässe für das Lamento: In Deutschland werden wieder Zeitungen zugesperrt. Die Frankfurter Rundschau, die Financial Times Deutschland und andere. In den USA kann man das Desaster des Längeren auf eigens dafür eingerichteten Websites besichtigen. Überall beklagen die Print-Verleger ihr Los, wir klagen mit: sinkende Anzeigenerlöse (Haupteinnahmequelle), steigende Personalkosten.

Die Blüte unserer Verlegerschaft hat in goldenen Zeiten strukturell falsch


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