Schluss mit diesem Shoah-Gejammer!


Kommentar: Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Der Publizist Peter Menasse plädiert dafür, dass sich Juden nicht mehr als Opfer fühlen. Was ist sein Motiv?

Seife werden sie nicht mehr aus uns machen“, sagte der Wiener Maler und Musiker Arik Brauer letzte Woche im "Club 2“. Die Talkshow stellte ihren Gästen die Frage "Darf man Juden kritisieren?“, und Arik Brauer (der auch ab S. 24 zu Wort kommt) beschrieb mit seiner zynisch-gelassenen Wortmeldung den heutigen Hintergrund dieser Fragestellung. Für einen Überlebenden des Holocaust bedeutet alles, was dem industriellen Massenmord der NS-Zeit folgte, einen zivilisatorischen Fortschritt.

Anlass für die Diskussionsrunde war ein zweifacher. Der Kommunikationsberater Peter Menasse hatte ein Buch veröffentlicht, in dem er - als Jude zu Juden sprechend - den inflationär gebrauchten Vorwurf des Antisemitismus kritisierte.

Konkret gemeint war damit Ariel Muzicant, der langjährige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), der immer dann "Antisemitismus“ rufe, wenn er

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