Banken für das Gute

Politik | Gespräch: Robert Misik | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Bloßes Banker-Bashing führt in die Irre, sagt der US-Ökonom Robert Shiller, wir brauchen bessere Banken

Robert Shiller, 66, ist einer der einflussreichsten Ökonomen der USA. Er ist Professor an der Yale University und hat sowohl das Platzen der Dotcom-Blase wie auch der Immobilienblase vorausgesagt.

Falter: Sehr viele Leute meinen mit gutem Grund, dass Banken und andere Finanzinstitutionen hauptsächlich dazu da sind, um Bürger auszuplündern. Wie können Sie da behaupten, dass diese Branche einen Beitrag zu einer "guten Gesellschaft“ leisten kann?

Robert Shiller: Funktionierende Finanzinstitutionen tragen zur zivilisatorischen Entwicklung der Menschheit bei. Je älter ich werde, umso mehr denke ich über die moralische Seite des Finanzsystems nach.

Ihre These lautet: Je komplexer und ausgeklügelter ein Finanzsystem, umso mehr nützt es der allgemeinen Wohlfahrt.

Shiller: Das Finanzsystem gibt Menschen die Möglichkeit, aktiv zu werden, es macht großartige Dinge möglich. Es gibt nicht


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