Technik Dinge, die uns brauchen

Der neue iPod - wer braucht denn dieses Gerät?

Medien | Prüfbericht: Thomas VaŠEk | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Der iPod galt eigentlich schon als tot. Bis vor kurzem sah es so aus, als würde Apple keine neuen Modelle seines Musikspielers mehr auf den Markt bringen. Wozu auch? Es gibt ja das iPhone. Nun hat Apple doch einen neuen iPod Nano sowie einen iPod Touch. Übermäßig angestrengt hat man sich allerdings nicht: Der kleine iPod (170 Euro) hat zwar Touchscreen und Bluetooth, und er ist wirklich ziemlich nano, also winzig. Allerdings sieht das Gerät auch etwas billig aus, jedenfalls für Apple-Maßstäbe. Immerhin hat es 16 GB Flash-Speicher und ein UKW-Radio sowie eine vorinstallierte Fitness-App. Bei Apple mag man sich gedacht haben, dass der Nano eh so klein ist, dass es auf die Optik nicht ankommt.

Deutlich schicker ist der neue iPod Touch, der aussieht wie ein iPhone 4. Tatsächlich arbeitet in seinem Inneren der schnelle iPhone-4S-Prozessor. Der Touch ist mit wahlweise 32 GB Speicher (320 Euro) oder 64 GB (420 Euro) bestückt, er hat ein hochauflösendes Retina-Display, eine Facetime-Kamera und Full-HD-Video. Insgesamt eignet sich das Gerät als Musik- wie als Spielkonsole. Der Touch läuft natürlich unter iOS6, inklusive Sprachassistenten Siri. Das Beste sind allerdings die neuen In-Ear-Kopfhörer. Die Frage ist nur, ob all das wirklich als Kaufanreiz genügt. Als reiner Musikspieler ist der iPod einfach zu teuer, und für alles andere gibt es sowieso das iPhone. Insofern sollte Apple seinem Kultgerät wirklich einmal ein paar neue Tricks beibringen - oder den iPod endgültig begraben. F

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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