Zwischen allen Stühlen

Feuilleton | Analyse: Matthias Dusini | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Das Museum für angewandte Kunst zeigt die Wiener Moderne in neuem Gewand. Ein zwiespältiger Auftritt

Zurück zu den Wurzeln - so könnte man die neue Präsentation der Wiener Moderne im Museum für angewandte Kunst (Mak) zusammenfassen. Die eigenen Sammlungsbestände werden umfangreicher als bisher präsentiert. Die Sachkenntnis der Kuratoren wird stärker gewürdigt.

Man möchte das Museum als Motor der Gegenwart in Erinnerung rufen: Ausstellungen waren für die Gestalter von Möbeln, Gläsern und Teppichen ein wichtiges Forum. Durch Ankäufe übernahm die 1863 gegründete Institution auch die Rolle eines Mäzens, wie die entsprechenden Informationen zu den Objekten belegen.

Christoph Thun-Hohenstein, der neue Direktor des Mak, schlägt in seinem Prestigeprojekt einen anderen Ton an als sein Vorgänger Peter Noever: Nicht die große Geste kennzeichnet die neu konzipierte Schausammlung, die sich über drei Säle im ersten Stock des Museums erstreckt. Vielmehr spricht die Präsentation des


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