Nichts ist unmöglich

Feuilleton | Porträt: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Endlich erfindet einer das Theater wieder einmal neu: der deutsche Autor Wolfram Lotz und sein Stück "Einige Nachrichten an das All“

Wolfram Lotz will nicht sterben. Das hat er mit vielen Menschen gemeinsam. Der junge deutsche Autor aber will sich einfach nicht damit abfinden. "Man hat über Jahrtausende versucht, uns zu erzählen, dass wir sterben müssen“, schreibt er. "Das stimmt, aber wir glauben es nicht!“

Das Zitat stammt aus seiner "Rede zum unmöglichen Theater“, die Lotz im Anhang zu seinem ersten Theaterstück "Der große Marsch“ veröffentlicht hat. Als Beispiel dafür, dass Unsterblichkeit möglich ist, wird in dem Stück die Seegurke angerufen, die nur dann sterben muss, wenn sie gefressen wird. "Auch bestimmte Seeigel sterben keines natürlichen Todes“, ergänzt Lotz auf Nachfrage.

"Der große Marsch“ ist ein absurder Frontalangriff auf die Institution des politischen Theaters. Der Autor persönlich ("kann entweder von Wolfram Lotz selbst gespielt werden oder aber


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