Was gibt es Neues?

Feuilleton | Talentscout: Peter Blau | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Es tut sich wieder was im Kabarett: Newcomer aus den Bundesländern schicken sich an, die Hauptstadt zu erobern

Gerade einmal drei Jahre ist es her, dass der FM4-Humorbeauftragte Hosea Ratschiller, 30, den Schritt auf die Kabarettbühne wagte. Sein Solodebüt war ein wahrhaft mutiges.

In "Liebe Krise“ verkörperte der Klagenfurter nämlich einen blasierten Kärntner Karrierekünstler, der sich großmütig dazu herablässt, seine Fans an seinen selbstgefälligen Lebenserinnerungen teilhaben zu lassen. Alles andere als ein Sympathieträger also. Der Witz an dieser befremdlichen Figur war die völlig entspannten Selbstverständlichkeit, mit der sie immer wieder kleine Ungeheuerlichkeiten und groteske Bodenlosigkeiten vom Stapel ließ.

"Ratschiller bringt mit weicher Stimme harte Pointen über die Bühne“, heißt es dann auch in der Urteilsbegründung für den Förderpreis des Österreichischen Kabarettpreises (ÖKP), der ihm am kommenden Montag im Porgy & Bess für sein zweites Soloprogramm


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