Neue Sachbücher

Kurz besprochen: alles über Teilchen, Atome, Wellen und Universen

Feuilleton | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Wellenmechanik

Walter John Moore: Erwin Schrödinger. Primus, 423 S., € 30,80

Erwin Schrödinger zählte zu den vielschichtigsten Physikern aus der Generation von Niels Bohr. 1887, zwei Jahre nach dem Dänen geboren und als Hochbegabter in Wien aufgewachsen, war er von der Einschulung bis zum Abitur 1906 stets Klassenbester, aber auch ein leidenschaftlicher Theaterbesucher. Bis zu seinem Tod 1961 hat Schrödinger der "Sinnlichkeit des Weiblichen“ ebenso nachgespürt wie den Gesetzen der Materie, des Bewusstseins und des Lebens selbst.

Als Begründer der Wellenmechanik in den 1920er-Jahren stand Schrödinger Albert Einstein immer näher als Bohr, dem Doyen der Quantenphysik, den er etwas entnervt als "Orakel von Kopenhagen“ bezeichnete. Denn wie Einstein suchte Schrödinger beharrlich nach einer vereinheitlichten Theorie der Kräfte, wenn auch ebenso vergeblich. Walter John Moores Biografie (orig. 1994) zeichnet Schrödingers Werk nach, indem sie auch sein facettenreiches Leben beleuchtet,


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