Stadtrand Urbanismuskolumne

Mit Liebe selbst gemacht

Stadtleben | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Der Startschuss ist also gefallen: Seit vergangenem Samstag wälzt sich der stetige Strom von Weihnachtseinkäufern die Mahü entlang. Suchende Blicke, derzeit noch verhältnismäßig entspannt. Die Verzweiflung, die in vier Wochen in ihnen lodern wird, erst langsam ausbrütend.

Die Masse ist auf Geschenkejagd. Vor einigen Jahren hieß passend noch möglichst teuer. In Krisenzeiten passt, was individuell und ausgefallen ist: Selbstgemacht ist das neue Teuer. Bloß schönes Selbstgemachtes bedarf mindestens folgender Zutaten: Kreativität, Zeit, Liebe und Können. Also nichts, was man sich so mir nichts, dir nichts aus dem Ärmel schüttelt wie die aktuellen iGadgets. Der neueste Geniestreich: Fertiges zum Selberbasteln. Das sieht dann etwa so aus: exakt zugeschnittene Stoffstücke, dazu die abgewogene Menge Watte, die benötigten Werkzeuge Nadel und Faden sowie eine haargenaue Anleitung à la Ikea. In einem Minimum an Zeit vorschriftsgemäß zusammenfügt, ergibt das unterm Christbaum eine Armee der DIY-Klon-Teddies, der DIY-Pullis etc. Kommen aber bestimmt von Herzen. F


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige