Der Koch aus dem Wald

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Nach dem freiwilligen Exil im Piestingtal kocht Claus Curn wieder in Wien

Zweimal schon zog sich Claus Curn in die Wälder seiner Kindheit zurück. Das erste Mal, als ihm der Erfolg des von ihm mitgegründeten Vinissimo über den Kopf wuchs, da ging er nach Muggendorf und machte dort aus einem ehemaligen Kleinkraftwerk an den Myra-Fällen das Gasthaus Zum Blauen Hahn. Alle, die damals dort waren und sich daran erinnern, weinen jetzt.

Das zweite Mal, als er Compagnon eines sich explosionsartig vergrößernden Gastronomienetzwerkes war und sich sein Partner das Leben nahm. Da übernahm Curn dann ein an Winzigkeit kaum zu übertreffendes, 140 Jahre altes Gasthaus direkt an der Piesting, auch das ein sehr besonderer Ort.

Und vor ein paar Wochen kam der Anruf, dass das Lokal am Interspot-Gelände zu pachten sei, das atmosphärisch so ziemlich absolute Gegenteil seines Gasthaus Kaiser: ein Studiopavillon, in dem "Frisch gekocht“ gedreht wird, den Studio-Seniorchef Purzl Klingohr stimmungsvoll


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