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Der "Jazz“ und das Geld: eine Wiederentdeckung

Lexikon | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Peter Matic liest

Peter Matic liest aus dem Roman "Jazz“ von Felix Dörmann (1870-1926), der kürzlich in der Edition Atelier wiederaufgelegt wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts zählte Dörmann zu den umtriebigsten Wiener Autoren. Er verfasste Theaterstücke, Gedichtbände und Libretti, war aber auch in eine Filmproduktionsfirma involviert. "Jazz“ (1925) ist der einzige Roman, den der Populärschriftsteller hinterlassen hat. Die Musik, die damalst gerade aufkam, gab dem Buch seinen Titel, es hätte aber ebenso "Geld“ heißen können. Der verzweigte Plot dreht sich um eine Gruppe von Menschen, die in einer von Mangel geprägten Zeit ihr Glück versuchen - mit Spekulationsgeschäften und anderen mehr oder weniger krummen Methoden. Ein düsteres, gesellschaftspolitisches Sittenbild einer Epoche, das durchaus Parallelen zur Gegenwart aufweist. SF

Wien Museum Karlsplatz, Do 18.30


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