Musiktheater Kritik

Handwerklich haltbare Hochzeit der Susanna

Lexikon | aus FALTER 48/12 vom 28.11.2012

Auch gut: Basilio, Bartolo, Marcellina

Marco Arturo Marelli begann seine internationale Karriere Ende der 1980er-Jahre an der Volksoper mit den drei Mozart/Da-Ponte-Opern. "Die Hochzeit des Figaro“ hat er nun neu inszeniert, gediegen, um nicht zu sagen konservativ und reduziert auf das Wesentliche. Schwer genug, konnte Marelli das. Mit Ausnahme des zu sehr outrierenden Figaro gab es bei der Premiere eine gute Besetzung mit vielen Rollendebüts. Am besten die Frauen, wie auch bei Mozart: Die Gräfin ist die Einzige, die in ihren beiden Arien überhaupt Zeit für Gefühle hat, sie gestaltete sie überzeugend. Und Susanna agiert als die eigentliche Drahtzieherin im Kampf gegen den Grafen, erst im 4. Akt singt sie ein Liebeslied im Bereich des Himmlischen und foppt Figaro gleichzeitig damit. Toll das Bartolo-Debüt Stefan Cerny. HR

Volksoper, Fr, Mo, Do 19.00


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