Alle Jahre wieder: Weihnachten und der Terror der Intimität im Museum für Volkskunde

Falter : Woche | aus FALTER 49/12 vom 05.12.2012

O Tannenbaum, o Tannenbaum“ erschallt schon bald wieder in allen guten Stuben. Das Weihnachtsfest ist ein religiöses Fest und ein Konsumschlager, was es natürlich interessant für jene macht, die die identitätsstiftenden Bräuche der Menschen studieren, die Ethnologen.

Die Ausstellung "Weihnachten - noch Fragen?“ im Österreichischen Museum für Volkskunde beschränkt sich nicht auf schön geschnitzte Krippen, die die Geschichte des Jesuskindes im Stall von Bethlehem darstellen.

Sie lässt auch die Weihnachtsflüchtigen zu Wort kommen, die den 24. Dezember als Tag des intimen Familienterrors ablehnen. Von den Vorbereitungen überforderte Mütter kollabieren, Kinder heulen über falsch gewählte Geschenke. Stille Nacht, Nacht der langen Christstollenmesser. Aber wehe, der Tiroler Christbaumschmuck und die Kärntner Engelen sind nicht dabei!

"Während häuslicher Lebkuchen- sowie Tannenduft und Kerzenschein die Sinnesrezeptoren positiv zu überfluten imstande sind, können punschgeschwängerte


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