Kommentar Nahostkonflikt

Eine Stimme der Vernunft: Warum Israel eine Chance vergab

Falter & Meinung | Ari Rath | aus FALTER 49/12 vom 05.12.2012

Der 29. November 2012 hätte ein großer Triumph für den Frieden im Nahen Osten und für Israel sein können. 65 Jahre nachdem die arabischen Staaten den UN-Teilungsplan abgelehnt und bekämpft haben, hätte Israel Verständnis für die Anerkennung eines palästinensischen Beobachterstaats in der Familie der Vereinten Nationen in weniger als 22 Prozent des ehemaligen britischen Mandatsgebiets zeigen sollen.

Wenn die heutige Regierung in Jerusalem wirklich noch an eine Zwei-Staaten-Lösung glaubt, wie es sogar der israelische Außenminister Avigdor Lieberman - ein ausgewiesener Hardliner - neulich wieder behauptete, dann wäre so ein Schritt die logische Folge gewesen.

So eine versöhnliche Geste seitens Israels hätte zweifellos einen Strich durch die Rechnung der einem Frieden feindlich gegenüberstehenden Elemente im Hamas-Lager gemacht und den kompromissbereiten palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas wesentlich gestärkt. Er hatte ja genau vor einem Jahr als erster arabischer Politiker


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