Liebhaberei ist doch etwas Schönes

Falter & Meinung | Kommentar: Sibylle Hamann | aus FALTER 49/12 vom 05.12.2012

Ein-Personen-Unternehmen sind Österreichs Avantgarde der Arbeitswelt. So sollten wir sie auch behandeln

Das Häuschen Österreich hat mehrere Kammern. Die größte ist im Erdgeschoß, da sind alle Arbeiter und Angestellten drin. Sie ist voll, aber ruhig. Vielleicht weil jeder dort drin regelmäßig Geld aufs Konto kriegt und zu Weihnachten noch einmal was extra. Im Obergeschoß sind ein paar Kämmerchen für Eigenbrötler reserviert - Apotheker, Architekten, Notare, die bleiben unter sich. Aus einer Kammer allerdings hört man Gerumpel. Ab und zu kommt Christoph Leitl, der Kammerchef, zerzaust mit gequältem Lächeln heraus und versichert der Hausgemeinschaft, es sei eh alles in Ordnung. Aber man ahnt: In seiner Kammer stimmt was nicht. Geht das das ganze Haus etwas an?

In der Theorie wäre es einfach: In Leitls Wirtschaftskammer sind die Unternehmer zu Hause. Lang war klar, was ein Unternehmer ist: Er hat eine Geschäftsidee, macht damit Gewinn, investiert, vergrößert den Betrieb, stellt


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