Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Was machten die Hells Angels im Wiener Rathaus?

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 49/12 vom 05.12.2012

Lichtenfelsgasse, Freitag, kurz nach Mittag: Drei Rocker verlassen das Rathaus, auf ihren Lederjacken prangt der Schriftzug des berüchtigten Motorradclubs "Hells Angels“. Regelmäßig geraten die motorisierten Höllenengel wegen Gewalttaten, Waffendelikten und Drogenhandels in die Schlagzeilen. In Berlin zettelten sie Anfang des Jahres eine Straßenschlacht an, vergangene Woche wurde ein Mitglied in Offenburg erschossen.

Aus dem Bundeskriminalamt heißt es, man beobachte die Hells Angels zwar genau, solche Szenerien wie in Deutschland gebe es hierzulande aber nicht. Dennoch: Was hatten die Rocker im Rathaus zu suchen? Ernst Graft, der Initiator der karitativen Motorradveranstaltung Toy-Run, wurde mit dem Silbernen Wiener Verdienstzeichen geehrt. Mitglieder der Hells Angels sind mit ihm befreundet, beim Toy-Run helfen sie ihm: Während in Deutschland geschossen wird, besuchen sie in Österreich Kinderheime und beschenken Kinder. F


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige