Kling, Glöckchen, kling

Feuilleton | Adventstimmung: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 49/12 vom 05.12.2012

Der genialische Songwriter Sufjan Stevens veröffentlicht fünf Weihnachtsalben auf einmal, Tracey Thorn begnügt sich mit einem

Es ist doch so: Beim Gedanken an Weihnachten sollte einem warm ums Herz werden, womöglich auch ohne Hilfe saisonaler Heißgetränke. Das fällt mitunter schwer, wenn man allerorts von Ironie (nach wie vor) und Zynismus (mehr denn je) umgeben ist. Es genügt ja schon, die das Weihnachtsfest und seine Begleiterscheinungen betreffenden Gespräche von an sich redlichen Kollegen am Gang aufzuschnappen. Natürlich wird da auch übers Christkind geredet, aber tunlichst unter Anführungszeichen und gern mit reflexhaft verstellter Stimme. Nie würden diese bedauernswerten Gesellen zugeben, dass sie "Last Christmas“ eigentlich super finden.

Wobei wir schon beim Thema wären. Dass jeder populäre Performer, der sich nicht hartnäckig dagegen sträubt, von seiner Plattenfirma irgendwann zu einem Weihnachtsalbum verdonnert wird, hat dieses Format in ein negatives Licht gerückt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige