Die Kurdischen Filmtage mit "Son of Babylon"

aus FALTER 49/12 vom 05.12.2012

Eine schier endlose Reise durch den Irak. Man schriebt das Jahr 2003, das Saddam-Regime ist seit ein paar Wochen endgültig Geschichte. Der zwölfjährige Ahmed begleitet seine Großmutter auf der Suche nach ihrem vermissten Sohn, seinem Vater. Immer wieder muss Ahmed der gebrochenen Frau den letzten Brief des von Saddams Garden Verschleppten vorlesen. "Son of Babylon", ein Film von Mohamed Al-Daradji, schildert ihren Weg vom Norden des Landes über Bagdad bis ins weit südlich gelegene Babylon. Zugleich leistet das Kino hier Trauerarbeit, wenn die Reisegefährten am Schluss durch die Wüste marschieren: von einem Massengrab zum anderen. - Vorführung zum Auftakt der Kurdischen Filmtage Sercavan am Fr, 21 Uhr, in der Urania (OmenglU).

MO

Von 8. bis 11.12. im Artis-Kino


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