Musiktheater Kritiken

Ungarisch-französischer Charme in Disney-Märchen

HR | aus FALTER 49/12 vom 05.12.2012

Die Theaterluft auf der Bühne kann man beim Gastspiel des Budapester Operettentheaters förmlich riechen. Da wird, perfekt abgemischt natürlich, mit zuweilen beabsichtigtem französischem, jedenfalls aber fast immer ungarischem Akzent gesungen und gesprochen. Die Fantasy-Geschichte um "Die Schöne und das Biest", welches sich durch die Liebe zum Mädchen Belle in einen Prinzen zurückverwandelt, hat kitschige, eher ähnlich gestrickte Solo-Schlager für die beiden parat. Aber das macht nichts, denn die Bedienten als Möbel in Menschengestalt (Kerzenleuchter, Stehuhr, singende Teekanne mit Tassensohn, Madame Kommode) vollführen eine tolle Show, es gibt den Erfinder-Papa, den unsympathischen Protz Gaston, die Dorfgang, Tanzeinlagen. Das ist kaum einmal langweilig, und auch ein Besuch mit Kindern ist sehr zu empfehlen.

Wiener Stadthalle, Halle F, Fr, Di, Mi, Do 20.00, Sa 15.00,20.00, So 15.00,19.00 Uhr


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