Vergnüglich: "Ralph reichts" mit dem Realismus

Joachim Schätz | aus FALTER 49/12 vom 05.12.2012

Wenn Videospielfiguren schwärmen: "Dein Gesicht ist so - hoch aufgelöst." Hoch aufgelöst sind freilich alle Gesichter in "Ralph reichts". Die Pixeltänze eines 8-Bit-Spiels stellen "Futurama"-Veteran Rich Moore und Heerscharen von Animationskünstlern nur für kurze Momente nach. Weil die Figuren einer Videospielhalle hier zwischen den Maschinen hin und her reisen können, gibt es aber immer noch allerhand hübsch disparate Grafikstile. (Und: Kurzauftritte einschlägiger Prominenz von "Pac-Man" bis "Street Fighter".) Wenn es den arbeitsmüden Spielbösewicht Ralph von der Zappelanimation seines Zuhauses in einen hysterischen Ego-Shooter verschlägt und weiter in ein kunterbuntes Gokart-Game, dann haben die jähen Registersprünge etwas Befreiendes. So wenig Energie hat noch kein Disney-Computeranimationsfilm an fade Wirklichkeitseffekte vergeudet. Ansonsten bleibt alles beim Alten, vonwegen grummelige Außenseiter sind die besseren Helden und alle angeblichen Defizite Begabungen. In der zweiten Hälfte geht der Film lieber auf Nummer sicher statt seiner Neugier nach. Vergnüglich.

Ab Fr in den Kinos (OF 3D im Artis und Haydn)


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